Schildkrötenarten

Waldschildkröte


Waldschildkröte (Chelonoidis denticulata)


Eine Waldschildkröte als Haustier:

Die Waldschildkröte gehört ebenfalls zu der Gattung der Landschildkröten.
Aufgrund ihrer Größe von 60 bis 70cm und ihrer Höhe bis zu 35 cm kann diese Schildkrötenart nicht im Terrarium gehalten werden. Bei einer Freilandhaltung sind dort die gleichen Grundanforderungen notwendig, die bei jeder Landschildkröte getroffen werden müssen. Als nächste Verwandten sind die Köhlerschildkröten zu nennen. Die Waldschildkröte hat ihren natürlichen Lebensraum in Südamerika, Brasilien. Sie lebt dort in den tropischen Regenwäldern. Dementsprechend sollten auch die Haltungsbedingungen möglichst dem ursprünglichen Lebensraum angepasst werden.
Die Waldschildkröte, auch Jabuti Schildkröte genannt, wird zwischen 50 und 150 Jahren alt.



Aussehen:

Der Panzer ist bei einer Waldschildkröte nur im Bereich hellbraun bis dunkelbraun gefärbt – bei einer Köhlerschildkröte ist der Panzer schwarz. Mit gelben Flecken kann sie bis zum Kopf gezeichnet sein.
Der Panzer wirkt relativ schmal und dadurch hoch aufgewölbt. Bei der Waldschildkröte ist das Männchen kleiner als das Weibchen. Man kann die Waldschildkröte auch anhand der zwei großen Schuppen am Kopf von der Köhlerschildkröte unterscheiden.



Haltung:

Aufgrund ihrer Größe sollte schon ein ausreichend großes Freilandgehege verfügbar sein, selbstverständlich sollte auch ein beheizbares Gewächshaus mit freiem Ein- und Ausgang und evtl. Wärmelampen vorhanden sein. Allerdings ist die Waldschildkröte ein sehr aktives Tier und kann innerhalb der Wohnung auch mit Kleidungsstücken durchaus einen Unterschlupf bauen.



Ernährung:

Wie unkompliziert die Tiere auch in der Haltung sind, sind sie auch bei der Ernährung komplikationslos. Neben vegetarischen Angeboten aus Gräsern, Früchten, Blätter können sie ebenfalls Schnecken und Würmer im Freilandgehege fressen. In Gefangenschaft nehmen diese Schildkröten sonst auch Spinat, Löwenzahn oder Petersilie zum Beispiel an. Auch Bananen, Kiwi, Äpfel oder auch Erdbeeren werden gerne angenommen. Das wichtigste ist, dass man sich an eine kalziumreiche, Phosphatarme Ernährung anbietet.



Fortpflanzung:

Die Nachzucht dieser, leider auch vom Aussterben bedrohter Tierart ist relativ komplikationslos.
Die Brutbedingungen wären z.B. eine Temperatur zwischen 29 und 31 Grad Celsius genauso wie ca. 85% Luftfeuchtigkeit. Die Eier sollten feucht, aber keinesfalls nass, gelagert werden und nach ca. 120 bis zu 160 Tagen schlüpft dann die Nachzucht.



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