Schildkrötenarten

Hinterindische Landschildkröte


Hinterindische Landschildkröte (Manouria emys)



Eine hinterindische Landschildkröte in unseren Haushalten?

Die hinterindische Landschildkröte gehört zu der Gattung der Landschildkröten und wird mit ihren 50-70 cm Größe und ist nicht überall, allein wegen ihrer Größe, als Haustier zu halten sein. Diese Landschildkrötenart ist die größte ihrer Art auf dem asiatischen Kontinent. Sie kommt in den südlichen und südwestlichen Gebieten Asiens vor. Eine Unterart wäre z.B. die braune Landschildkröte. Die Panzerlänge allein kann bis zu 60 Zentimeter betragen und die einzelne hinterindische Landschildkröte kann ein Gewicht bis zu 37 Kilogramm erreichen. Die Schildkröte ist sehr dunkel – fast schwarz. An ihren vorderen Gliedmaßen hat sie 5 Zehennägel, hinten nur vier davon. Ausgewachsene hinterindische Landschildkröten haben im ausgewachsenen Zustand im hinteren Bereich größere Schuppen und die Männchen verfügen über einen dickeren und längeren Schwanz als die Weibchen.



Haltung:

Wie alle Landschildkröten werden auch die Exemplare der hinterindischen Landschildkröte ein paar Anforderungen an ihren Halter stellen. Eine Haltung im Terrarium ist aufgrund ihrer Größe schon sinnlos und unmöglich. Die Haltung im Garten mit einem Gewächshaus, dass selbstverständlich auch beheizbar sein muss und wo die Schildkröten selbstständig das Haus aufsuchen und verlassen können, ist optimal. Dazu ist ein nicht zu kleiner, abgetrennter Auslauf im Bereich des Gewächshauses zu bauen. Auch sollten diese Schildkröten – genau wie alle Schildkröten – nicht alleine gehalten werden. Zwei bis drei Exemplare sind vorteilhaft, da diese Tiere sehr von sozialen Bindungen profitieren. Der Auslauf sollte ein wenig an ihre natürliche Umgebung angepasst sein, das heißt z.B. dass diese Schildkrötenart sich gerne in der Nähe von Gewässern aufhält und stundenlang im warmen Wasser verbringen kann. Ihre Wohlfühltemperaturen liegen zwischen 13 und 29 Grad Celsius und zwischen 60 bis 100 Prozent Luftfeuchtigkeit.



Ernährung:

Die hinterindische Landschildkröte wie z.B. braune Landschildkröte sind vorwiegend Pflanzenfresser und ernähren sich von Gras, Gemüse oder braunen Blättern und Früchten, sie sind allerdings auch schon bei dem Verzehr von kleinen wirbellosen Tieren gesehen worden.



Fortpflanzung:

Die Fortpflanzung der hinterindischen oder braunen Schildkröten ist etwas Besonderes. Die Weibchen errichten eine Art Nisthaufen aus Gras, Sand und braunen Blättern, der zwischen 20 und 50cm hoch sein kann. Innerhalb dieses Haufens gräbt das Weibchen die Nisthöhle, und dies macht sie mit ihrem Kopf. Ein Gelege kann zwischen 30 und 60 Eiern groß sein, dementsprechend muss auch die Nisthöhle groß genug sein. Die einmalige Verhaltensweise zeigt die hinterindische



Landschildkröte nach der Eiablage. Die Höhle wird mit Blattwerk zugedeckt und danach von der Mutter bewacht. Sie verscheucht Nisträuber mit Bissen und Kratzen. Die Jungtiere schlüpfen in dem Zeitraum von 64 oder 72 Tagen.



Winterruhe:

Die in subtropischen Ländern beheimatet sind, kennen meist keine Winterruhe oder Winterstarre. Daher sollte auch das Gewächshaus gut beheizbar und mit Wärmestrahlern ausgestattet sein.



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